Cream Tea

Der Cream Tea in Großbritannien ist vermutlich die Tradition, die am ehesten an „Kaffee und Kuchen“ in Deutschland erinnert. Historisch betrachtet ist der süße Nachmittagsimbiss in den Grafschaften Cornwall und Devon entstanden und sollte den Magen bis zum Abend füllen. Egal, wo Sie in England unterwegs sind: Irgendwo gibt es immer einen Tearoom, wo Sie den Cream Tea bekommen. Auch in zahlreichen Gartenanlagen oder Herrenhäusern finden sich kleine Tearooms, wo er zu bekommen ist. Auf einer Reise ins Vereinigte Königreich sollte man sich dieses Erlebnis auf keinen Fall entgehen lassen.

 

 

Typische Zutaten

Zum typischen Cream Tea gehören nur wenige Zutaten: Neben einem Kännchen schwarzen Tee, der mit Milch getrunken wird, gibt es zwei ofenwarme Scones. Dabei handelt es sich um fluffiges Gebäck, das ein wenig an deutsche Brötchen erinnert, aber völlig anders schmeckt. Scones werden in der Mitte zweigeteilt und dick mit Clotted Cream und Erdbeerkonfitüre bestrichen. Sie können mir glauben: Das ist eine wirklich hochkalorische Angelegenheit, die ungemein sättigend ist.

Spezialität Clotted Cream

Nicht nur die Scones selbst sind eine Besonderheit. Auch die Clotted Cream* ist typisch britisch, in Deutschland nur in speziellen Feinkostläden zu erhalten und noch schwerer selbst herzustellen. Clotted Cream besteht aus Milch und Creme Double, das auf kleiner Flamme erhitzt wird, bis sich eine Haut bildet. Nach einer Nacht an einem kühlen Örtchen lässt sich der klumpig gewordene Rahm abschöpfen. Vielleicht haben kaufen Sie manchmal Milch in Glasflaschen? Oft entdeckt man beim ersten Öffnen der Flasche, wie auf der Oberfläche sahnige Klumpen schwimmen. So ähnlich können Sie sich Clotted Cream vorstellen.

Wie werden Scones serviert?

Wie man den Cream Tea genießen sollte, unterscheidet sich von Region zu Region. Nicht ohne Grund wird der Cream Tea landläufig als „Devon Cream Tea“ oder „Cornish Cream Tea“ bezeichnet. Während die Scones in Devon zunächst mit Clotted Cream und dann Konfitüre bestrichen werden, kommt in Cornwall zunächst Konfitüre aufs Brötchen. Ich erinnere mich bis heute an unzählige Creams Teas im Kreis der englischen Familie, wo jeder seine Tradition wortreich verteidigte. Bis heute ist mir der strafende Blick der cornischen Grandma in Erinnerung geblieben, die Cream Tea nach Devon Art nur über ihre Leiche gegessen hätte, und mich strafend ansah, wenn ich es ihr nicht gleichtat: „Ah, you eat Scones the Devon way, my dear – THAT is interesting!“.

Wie Sie Ihren Cream Tea genießen möchten, bleibt selbstverständlich ganz Ihnen überlassen. Auf den folgenden Seiten finden Sie nicht nur das klassische Rezept, um Scones zu Hause zu backen. Das Gebäck ist ein wahrer Alleskönner und lässt sich je nach Jahreszeit kreativ gestalten.

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