Einrichten wie die Briten – inspiriert von Schrankwerk.de

Einrichten wie die Briten – inspiriert von Schrankwerk.de

Wer kennt das von Euch nicht: Ihr reist nach Großbritannien und sofort fühlt ihr Euch inmitten der urigen Inneneinrichtung eines Cottages, B&Bs oder Pubs pudelwohl. Aber woran liegt das eigentlich? Ich habe Tipps, wie Ihr die englische Inneneinrichtung zu Hause selbst umsetzt.


(Werbung) Blumenmuster im Laura Ahsley-Stil, Ornamente und Möbel ganz unterschiedlicher Epochen: Betritt man einen typisch englischen Wohnraum, kommt man um das Gefühl nicht herum, man stünde inmitten von Erbstücken, die mit allen möglichen zeitgenössischen Einrichtungsstücken gepaart sind. Und selbst die scheinen einen urigen Touch zu haben. Wir erleben jede Menge Holz, Samt, dicke Teppiche und florale Stoffe, die wie zufällig zusammengewürfelt daherkommen. Tatsächlich steckt dahinter genau das, was den britischen Einrichtungsstil so ausmacht. Ihr habt Lust, ein wenig britisches Flair in die Wohnung zu bringen? Seinen Wohnraum zufällig und unperfekt aussehen zu lassen – das ist gar nicht so einfach.

Unterstützt wurde ich in diesem Artikel übrigens von der Traditions-Tischlerei Dickmänken aus Rheine, die über ihre Webseite www.schrankwerk.de maßgeschneiderte Schränke anbietet – mit unzähligen Schrankfronten und der Möglichkeit, seinen Schrank online selbst zu planen.

 

Blumen in der englischen Einrichtung
Ein frischer Strauß Blumen darf in der englischen Inneneinrichtung niemals fehlen! Quelle: Unsplash

 

Der Cottage Stil – typisch britisch

Sprechen wir über britischen Inneneinrichtung, sprechen wir in den meisten Fällen über den sogenannten Cottage Stil. Und das aus gutem Grund. Denn der Ursprung der englischen Einrichtung liegt in den urigen Steincottages, die wir in Großbritannien überall auf dem Land finden. Die von blühenden Gärten umgebenen Steinhäuser überzeugen im Inneren vor allem durch ihre besondere Atmosphäre. Weiß verputzte Kalkwände, freiliegendes Gebälk und dunkle Natursteinböden mit dicken Teppichen bilden die Basis für die Inneneinrichtung. Die Fensterfronten sind in vielen Fällen einfach verglast und bestehen aus Metallsprossen.

 

Garden Room Alverton Hotel
Wir befinden uns hier im angesagten Alverton-Hotel im cornischen Truro. Und trotz seiner gehobenen Klasse sieht man, dass man bröckelnden Putz durchaus sehen darf und der zum Charme britischen Interiors dazu gehört. Quelle: Tea and Scones

 

Bequeme Wohnlandschaften, Kissen und Tapeten in unzähligen Mustern und verwaschenen Farben sowie alte Kaminöfen sorgen für eine große Portion Gemütlichkeit. Eine strenge Formensprache, so wie wir es zum Beispiel von den Skandinaviern kennen, existiert hier schlichtweg nicht. Hier kommen eher runde Formen zum Tragen. Und auch die eine oder andere Ecke im Holz oder im Möbelstück stört nicht, sondern perfektioniert den Shabby Chic. Unperfekt zu sein: Genau das macht die urgemütliche Atmosphäre aus.

 

Dunkle Möbelstücke im englischen Wohnraum

Schauen wir uns zunächst die Farben in der britischen Inneneinrichtung an. Typisch britisches Mobiliar kommt häufig in gedeckten Farben daher – und zwar egal, ob es sich nun um Sitzgelegenheiten, Schränke oder Kommoden handelt. Sie bilden einen wunderschönen Kontrast vor kalkweiß verputzten Wände  oder floral gestalteten Tapeten. Auch die Holzvertäfelungen, die wir häufig an englischen Wänden finden, sind in der Regel eher in satten Farben gestaltet. Eiche, Walnuss oder Mahagoni kommen hier häufig zum Einsatz. Übrigens: Häufig sind Schränke und Regale in den traditionellen Häusern maßgeschneidert und als Einbaumöbel eingepasst – wegen der besonderen Raummaße kommen Möbel von der Stange hier nur wenig zum Einsatz.

 

Typisch britisch: Dunkles Mobiliar mit gedrechseltem Holz vor blumigen Tapeten. Quelle: @VisitBritain/Kiyoshi-Sakasai

 

Symmetrie – das Zauberwort im englischen Cottage Stil

Auch wenn das oben zu sehende Bild auf den ersten Blick sehr unruhig erscheint: Dahinter verbirgt sich dennoch eine Idee, mit der sich Ruhe in den Wohnraum bringen lässt. Und das ist die symmetrische Anordnung, die häufig in britischen Wohnräumen zu finden ist. So gibt es in jedem Raum einen – oder auch mehrere – Mittelpunkte, auf die sich alles symmetrisch fokussiert. Im Wohnraum finden wir zum Beispiel häufig Sitzlandschaften mit Beistelltischen symmetrisch vor einem Kamin platziert. Auch Lampen oder Kissen werden gleich angeordnet, sodass ein echter Mittelpunkt entsteht. Unten sehen wir aber auch ein Schlafzimmer, das ähnlich funktioniert. So erhält der Raum trotz verschiedener Muster und Farben seine ruhige Ausstrahlung, die in einem Schlafzimmer wichtig ist. Fun Fact: Der englische Landadel war so überzeugt von dem Cottage Stil, dass er diesen in Teilen in seinen Herrenhäusern übernahm.

 

Schlafzimmer in England
Kissen, Beistelltische und Beleuchtung: In diesem Schlafzimmer herrscht Symmetrie ohne dabei aufdringlich zu wirken. Quelle: Tea and Scones

 

Maßgeschneiderte Möbel in britischen Häusern

Wer in Großbritannien unterwegs ist, wird feststellen, dass in den Häusern Schränke und Regale häufig als Einbaumöbel in das Haus integriert sind. Eine der Hauptgründe aus meiner Sicht: Die Briten wohnen deutlich weniger als wir Deutschen zur Miete. Vielen von ihnen gehören eigene Häuser oder Wohnungen. Das führt dazu, dass man ins Eigenheim mehr in dauerhafte Lösungen wie maßgeschneiderte Möbelstücke investiert. Schränke, die tatsächlich sichtbar im Raum stehen, sind wirklich ausgewählte Möbelstücke, zum Beispiel aus anderen Epochen. Sogar die Regale werden häufig maßgeschneidert eingebaut, was dazu führt, dass man jeden Millimeter Platz ausnutzt und eine Wand so eine einheitliche Optik bekommt. Ich selbst bin jedes Mal aufs Neue überwältigt, wenn ich im Arbeitszimmer meiner Schwiegermutter stehe, wo die Regale im viktorianischen Haus bis hoch unter die Decke reichen.

Schauen wir auf die traditionellen Häuser früher Jahrhunderte, haben maßgeschneiderte Möbel noch einen ganz anderen Grund. Wände und Decken sind zum Teil so krumm und schief, dass sich niemals ein Möbelstück elegant im Wohnraum platzieren lassen würde. Gerade in den kleinen und dazu niedrigeren Cottages haben wir es häufig mit zahlreichen Dachschrägen zu tun, die sonst niemals genutzt werden könnten. Hier werden ganze Kleiderschränke verbaut.

 

Maßgeschneiderte Möbel mit Schrankwerk.de

Auch in Deutschland kann man sich ein maßgeschneidertes Möbelstück wie Regal, Schrank oder Kommode anfertigen lassen – zum Beispiel über die Webseite Schrankwerk.de – ein Angebot der Tischlerei Dickmäncken aus Rheine. Über einen 3D-Konfigurator gestaltet man sich auf der Webseite anhand seiner genauen Raummaße sein Möbelstück inklusive Türen, Schubladen, Fächern, Griffen oder Korpussen, lässt es sich nach Hause liefern und bekommt es auf Wunsch sogar aufgebaut. Das Tolle daran: Es stehen einem eine riesige Auswahl an Dekoren zur Verfügung, mit denen sich die Fronten nach Wunsch gestalten lassen. Wer Weiß mag, kann zwischen matten und glänzenden Dekoren in unterschiedlichen Weißtönen auswählen. Wer es gerne rustikal mag, kann aus einer Reihe wunderschöner  Holzdekore wählen, die dem Original in Optik und Haptik täuschend ähnlich sind. So erhält man zwar einen sehr authentischen Look im Haus, setzt von der Funktionalität her aber auf ein modernes Möbelstück.

 

Portico Bibliothek in Manchester. Quelle: Pixabay

 

Was mich begeistert: Die Idee hinter Schrankwerk.de stammt aus einer Tischlerei, die ihr Handwerk mittlerweile bis in die dritte Generation weitergegeben hat. Dazu nimmt das Unternehmen den Ausbildungsgedanken sehr ernst und bildet junge Handwerker mit großer Leidenschaft zu Tischlern aus – ich finde, ein wichtiger Baustein in Zeiten, wo immer mehr grundlegendes Handwerks-Knowhow verloren geht. Der Sprung aber vom klassischen Handwerksbetrieb hin zu einem Online-Business für maßgeschneiderte Möbel wie Schrankwerk.de hat mich begeistert und ich würde mir wünschen, dass sich noch mehr kleine Unternehmen wagen würden, diesen Schritt zu gehen.

Tipp: Schrankwerk.de feiert derzeit seine 11-jähriges Bestehen und verlost aus diesem Anlass einige Powerbanks. 

 

Der Kaminofen – ohne ihn geht nichts!

Kommen wir zu einem nächsten Punkt in den Must-haves der britischen Inneneinrichtung: Der Kaminofen! Tatsächlich war ich noch nie in einem Ferienhaus, oder B&B, in dem es keinen Kaminofen gab. Denn der gehört fest zum Einrichtungsbild der Briten. Wer es besonders rustikal mag, lagert sein Holz direkt offen neben dem Kamin. Mit dabei: Ein großer Rattankorb mit Anzündholz, altem Zeitungspapier und Streichhölzern. Tatsächlich zelebrieren die Briten die Stunden um das lodernde Kaminfeuer.

 

Kaminofen britisch
Gehört zu jeder britischen Einrichtung: Der Kaminofen, um den sich die Sitzgruppe arrangiert. Quelle: Pixabay

 

Das Chesterfield-Sofa – bitte nur mit Knopf!

Es gibt für mich kaum ein Möbelstück, das typischer für die englische Einrichtung steht als das Chesterfield Sofa. Das Ledersofa hat durch seine eingearbeiteten Knöpfe und eine umlaufende Rücken- und Armlehne wahre Berühmtheit erlangt und ist so robust wie kaum ein anderes Möbelstück. Das erste Chesterfield Sofa wurde übrigens 1770 vom Earl of Chesterfield in Auftrag gegeben. Heute gibt es die Chesterfield Sofas in vielen modernen Formen und Farben. Ich selbst nenne ein Chesterfield-Sofa und einen Sessel in XXL und grasgrüner Farbe mein Eigen.

 

Charakteristisch für das Chesterfield Sofa ist die tiefgezogene Knopfheftung: Der Lederbezug wird rautenförmig in Falten gelegt und mit Knöpfen am Gestell verankert. Quelle: Unsplash

 

Chesterfield Sofa
Mein Chesterfield Sofa in Grasgrün stammt von der Firma Kare Design. Quelle: Tea and Scones

 

Footstool, Bank und Ohrensessel – so gemütlich

Etwas, das wir ebenfalls in den meisten britischen Einrichtungen finden werden, ist der sogenannte Footstool. Dabei handelt es sich um eine Art Fußhocker, der häufig mit einem Stoff aus Samt überzogen ist, gedrechselte Füße hat und gerne als Couch- oder Ablagetisch dient. Zu vielen typisch englischen Wohnräumen gehört auch der gute alte Ohrensessel. Häufig ist auch er mit Samt überzogen und verfügt über kleine Rollen, damit er sich leicht hin- und herschieben lässt. Dazu eine schöne Tasse Tee in der Hand und ein gutes Buch – I’m in love!

 

Bench UK alverton Hotel
Wenn schon nicht Chesterfield-Sofa, dann sollten Sitzgelegenheiten in jedem Fall mit aufwändigen Verzierungen und gedrechselten Füßen daherkommen. Quelle: Tea and Scones

 

Fun Fact: Hättet Ihr gewusst, dass der deutsche Strandkorb sehr viel Ähnlichkeit mit dem sogenannten Porter Chair hat, der englischen Ursprungs ist?  Dieser Stuhl, der wie ein Mix zwischen Ohrensessel und Strandkorb aussieht und die Form einer hohlen Eihälfte hat, war aus Holz und meistens mit Leder oder Samt bezogen. Er stand meistens an der Eingangstür eines Herrenhauses und diente dem Pförtner dazu, sich beim Warten auf Gäste den Rücken warm zu halten. Denn an den Eingangstüren zog es häufiger.

 

Karo, Blumen und Paisley: Muster überall!

William Morris Tapete
Stoffentwurf des Künstlers William Morris, gesehen im Broadway Tower in den Cotswolds. Quelle: Tea and Scones

Klar, unifarben kann jeder. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und so ist das auch bei den Briten, die gegenüber uns Deutschen sehr auf Muster und florale Designs setzen. Neben den Blumenmotiven – häufig kommen hier pastellige Rosenmotive zum Einsatz – lieben die Engländer auch die Karo- oder Paisleymuster. Das Muster mit dem zu einer Spitze zulaufenden, geschwungenen Blatt kommt ursprünglich aus Indien und fand erst in der Kolonialzeit nach Großbritannien. Seinen Namen erhielt das Muster von der schottischen Industriestadt Paisley. Neben Tapeten, Vorhängen und Kissen sind auch Sofas und sogar Möbel mit Mustern und floralen Motiven überzogen. Hier gilt die Devise: je mehr, umso besser. Eine Marke, die für viele für den englischen Cottage Stil steht, ist die Designerin Laura Ashley.

Mein Tipp: Welche Farben und Muster zueinander passen, ist keine Frage, die sich so einfach beantworten lässt. Wer sein Zuhause mit englischen Stoffen einrichten möchte, startet am besten mit zwei bis drei unterschiedlichen Stoffen und ergänzt sukzessive. Niemals zu viele florale Designs mixen, sonst entsteht schnell eine kitschige Wirkung.

 

 

 

 

 

 

 

Einrichten wie die Briten: Was gehört für euch dazu?

Natürlich ist es regional ein wenig unterschiedlich, wie sich die Briten einrichten. Vor allem die Inneneinrichtung vieler Häuser in Cornwall grenzt sich da ab, wie ich finde. Sie erscheint heller und in freundlicheren Farben als der Rest des Landes. Und sie ist natürlich wegen der Nähe zum Meer geprägt durch viele maritime Einflüsse.

Aber jetzt möchte ich zum Schluss von euch wissen: Was darf in einer typisch britischen Wohnungseinrichtung nicht fehlen? Und wie setzt ihr den Brit Style in Euren eigenen vier Wänden um? Ich bin sehr gespannt!

 

Elvey Farm in Ashford
Perfekt im Unperfekten – so liebe ich den Cottage-Stil!

 

Dieser Artikel wurde in Zusammenarbeit mit Schrankwerk.de produziert. Mein herzlicher Dank dafür. 

 

 


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