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Der perfekte Schokoladenkuchen: What a cake, mate!

Der perfekte Schokoladenkuchen: What a cake, mate!

Unterhält man sich mit Menschen über Großbritannien und ihre Küche, muss man eins feststellen: Die Briten stehen nach wie vor im Verdacht, keine besonders ausgefeilte Küche zu haben. Und tatsächlich sollte man, wenn man als Tourist in London unterwegs ist, wissen, wo man gut essen kann. Sonst erlebt man leicht ein Desaster. Aber rund um Jamie Oliver, Rick Stein (der in England übrigens gar nicht mal so beliebt ist) oder Nigella Lawson hat sich eine wundervolle Küche entwickelt.

Nehmen wir zum Beispiel Jamie Oliver, der auch in Deutschland bekannt wie ein bunter Hund ist. Neben seinen vielen Kochbüchern haben meine Freundin Kristin und ich vor einigen Jahren sein Fifteen-Restaurant in Cornwall besucht – ein wunderschönes Restaurant mit Aussicht auf die cornische See und tollem Essen. Aber das ist nicht alles, was den Reiz des Restaurants ausmacht: Im Fifteen werden in jedem Jahr 15 Jugendliche ausgebildet, die mit einem Nachteil ins Leben gestartet sind – entweder, weil sie in sozialen Verhältnisse aufgewachsen sind, die ihnen keine Chance ließen, Drogen zu nahe an sich gelassen haben oder kriminell geworden sind. Im Fifteen werden sie als Küche ausgebildet. Ein geniales Konzept mit einer perfekten Küche. In Cornwall befindet sich das Restaurant übrigens direkt am Strand der Watergate Bay nördlich von Newquay. Hier lässt sich der perfekte Vormittag Am Strand verbringen, um dann edel im Fifteen essenzugehen. Vielleicht noch ein Hinweis: Alle Erlöse des Restaurants laufen in die Cornish Food Foundation. PS: Wer Lust hat, in einem der genialen Rezepte zu stöbern, kann das auf der Webseite von Fifteen tun und sich davon überzeugen, wie abwechslungsreich britische Küche sein kann.

 

Fifteen Jamie Oliver Restaurant
Meine Berliner Freundin Tine und ich im Fifteen in Watergate Bay – leider ohne Jamie Oliver.

Aber zurück zum Thema Schokoladenkuchen. Ein Unterschied zu Deutschland: Kuchen wird in englischen Restaurants vor allem als Nachspeise serviert. Da wo wir Eis, Crèmes oder Parfaits erwarten, kommen die Briten mit Käsekuchen, warmen Schokoladenkuchen oder Crumbles – viel von ihnen werden mit Eis serviert. Bei mir persönlich ist es so, dass ich in den ersten Tagen aufpassen muss, wenn ich in England – vor allem Süßspeisen – esse. Denn die Rezepte sind deutlich reichhaltiger und sättigender als wir es von uns kennen – das ist vor allem bei den Schokoladenkuchen so.

Dark, rich and delicious: Schokoladenkuchen der englischen Art

Heute habe ich einen Kuchen mitgebracht, von dem ich vor zwei Sommern in einem Magazin der Supermarktkette Tesco gelesen hatte – und der passt perfekt zum Sommer, denn er ist ein No-Bake-Cake, den ich minimal abgewandelt habe. Ich sage Euch: What a cake! Während der Boden des Kuchens aus einer Cookie/Butter-Schicht besteht, ist der obere Teil aus geschmolzener Zartbitterschokolade und – wie kann es anders sein – viel Sahne. Dazu ein bisschen Rum oder Whisky, Puderzucker und Himbeeren – fertig ist der perfekte Kuchen für einen Nachmittag auf der Terrasse. Man kann übrigens die Torte in den Gefrierschrank packen und rund 30 Minuten bevor die Gäste kommen, auftauen lassen. Dann ist sie richtig schön kalt – toll für heiße Sommertage.

 

Schokoladenkuchen ohne Backen

 


Zutaten

  • 400 g Zartbitterschokolade
  • 60 g Puderzucker
  • 1 TL Rum oder Schuss Rum oder Whisky
  • 700 ml Sahne
  • 2 Sahnesteif
  • Cookies mit Schokolade
  • 80 g Butter
  • Himbeeren

Zubereitung

  • Zerbreche die Schokolade in kleine Stücke und erhitze sie in einem Wasserbad. Danach zur Seite stellen und 10 Minuten abkühlen lassen. In der Zwischenzeit eine Springform mit einem Durchmesser von 26 cm mit Backpapier auskleiden.
  • Cookies zerbröseln. Butter in einem Topf zum Schmelzen bringen und mit den Cookies mischen.
  • In der Springform als Boden andrücken und 10 Minuten in den Kühlschrank stellen.
  • Puderzucker in eine Schüssel sieben, Sahne, Sahnesteif und Rum hinzugeben und steif schlagen. Sahne unter die Schokolade heben und in die Form geben. Nach Belieben mit Himbeeren, restlicher Schokolade und Puderzucker verzieren.
  • Torte abdecken und in die Gefriertruhe stellen. 30 Minuten vor dem Servieren auftauen lassen.

Zubereitungszeit

30 Min

Backzeit

keine

Ergibt 12 bis 16 Stücke


In diesem Sinne: Passt auf Euch auf und bleibt gesund!
Eure Simone

 

Watergate Bay – perfekte Bucht in Cornwall

 



16 thoughts on “Der perfekte Schokoladenkuchen: What a cake, mate!”

  • Ich besitze ein Kochbuch von Jamie Oliver, aber irgendwie warm werde ich mit seinen Rezepten nicht. Eigentlich überhaupt mit der englischen Küche aber der Kuchen sieht wirklich sehr lecker aus.
    Liebe Grüße
    Sigrid

    • Liebe Sigrid, ich glaube: Jamie Oliver mag man oder nicht. Mir persönlich sind die Gerichte auch manchmal zu ungewöhnlich oder kommen mit merkwürdigen Kombinationen an Lebensmitteln daher. Aber das kommt auch auf das Buch an. Ein Buch (dessen Name ich grad nicht weiß) habe ich, da koche ich ganz viel draus. Da hat er seine Lieblingsrezepte zusammengepackt.

      • Hallo,
        war bei Jamie Oliver im Restaurant essen. Ausser teuer war es nichts aussergewöhnliches. Kocht meine Mamma in Italien besser. Ganz ehrlich!

  • Tolles Rezept. Ich sollte auch mal wieder etwas backen Und das in diesem Restaurant jedes Jahr 15 Jugendliche ausgebildet werden ist wirklich eine tolle Sache 🙂

  • OMG, ich spür den Kuchen schon beim Lesen an der Hüfte, grins. Was wäre denn die Menge der Cookies im Rezept?
    Über Jamie Oliver weiß ich nichts Genaues, ich blättere schon mal in der Buchhandlung ein Buch von ihm durch, aber weder eines gekauft noch gelesen. Das mit dem sozialen Projekt finde ich klasse. Danke für die virtuelle Kalorienbombe. 🙂

  • Ich liebe die Rezepte von Jamie Oliver – auch seine Kochsendungen schaue ich mir sehr gerne an! Dieses Schokoladenkuchen Rezept klingt einfach himmlisch und schaut soooo lecker aus! Das muss ich unbedingt ausprobieren. Ich hoffe ich bekomme es so gut hin wie du :-)!

    Danke für diese Rezeptidee!
    Liebe Grüße und schönen Abend!
    Verena

  • Ich will mir gar nicht vorstellen, wieviel Kallorien dieses Baby hat – da gilt 1 Sek. im Mund, 1 Jahr auf den Hüften. Da muss er fantadtisch schmecken, sonst lohnt sich das Hüftgold nicht!

    Ich war mal im J. Oliver-Restaurnt in Bath, das war 2010. Coole location und das Essen war gut, aber preislich reine Touri-Abzocke! Der service war auch unterirdisch und die Tische klebten von Essensresten. Schade um das Erlebnis ansich, denn geschmeckt hat es.
    Ich habe ein Koch-Magazin von ihm, da sind nur Weihnachtsgerichte drin. Vor allem die Nachtisch-Rezepte und *schäm* die winterlichen Cocktails sind super! 😉

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