Rezension: Michael Pohl – Fettnäpfchenführer Großbritannien

Rezension: Michael Pohl – Fettnäpfchenführer Großbritannien

Wieder einmal hat ein Großbritannien-Buch zu mir gefunden. In diesem Fall stammt es vom Reisejournalisten Michael Pohl, ist im Conbook Verlag entstanden und trägt den Titel: „Fettnäpfchenführer Großbritannien – Wie man England mit Links übersteht“.


Bücher, welche die Eigenheiten der Briten beschreiben, gibt es mittlerweile in zahlreichen Versionen auf dem Markt. Und auch Reiseführer für fast jede Ecke Englands finden sich mittlerweile im deutschen Buchhandel. Also war ich gespannt, was für ein Buch mich dieses Mal erwarten würde, heißt das Werk doch extra „Fettnäpfchenführer Großbritannien“. Seit 2010 bereits auf dem Markt, wurde es nun überarbeitet und erscheint auch in neuer Optik.

 

Der Klappentext zum Fettnäpfchenführer Großbritannien

Was ist das bloß für ein Land, in dem die Telefonzellen rot sind und die Autos auf der linken Seite fahren? In dem man morgens Bohnen und Würstchen isst und abends allzu oft um 23 Uhr aus der Kneipe geworfen wird? In dem Popstars wie Ed Sheeran, Adele und Coldplay genauso verehrt werden wie die königliche Familie?

Diese Frage stellt sich auch der frischgebackene Single Peter auf seiner ersten Reise durch Großbritannien. Denn mit dem Linksverkehr ist es im Vereinigten Königreich nicht getan: Der Pub-Besuch kann zum Fiasko werden, wenn man nicht ein paar grundlegende Regeln beachtet. Auch das Ausweichen auf Tee macht es nicht unbedingt leichter. Und selbst sprachlich gilt es, so manche Feinheit zu berücksichtigen, um nicht in eines der überall lauernden britischen Fettnäpfchen zu treten. Peter jedenfalls lässt auf seiner Reise durch England, Schottland und Wales keines davon aus. Hätte er dieses Buch bloß vorher gelesen….

 

Über den Autor

Michael Pohl ist Reisejournalist, Zeitungsdesigner und Buchautor in Großbritannien und Deutschland. Er entwickelte schon während seiner Schulzeit ein Faible für die schottischen Highlands und das englische Frühstück – und wurde so sehr schnell  sehr häufiger Besucher auf den Britischen Inseln. Er ist heute für Reportagen und Bücher immer wieder auf der Suche nach Neuem – mit Vorliebe in den hierzulande eher unbekannten Ecken Großbritanniens, Asiens und Australiens.

 

Was ich über das Buch denke

Ich gebe zu, ich war skeptisch, als ich das Buch sah und dachte mir: Schon wieder ein Buch über Großbritannien, das mit den üblichen Klischees daherkommt? Der Begriff “Fettnäpfchenführer” ließ mich erst mal aufhorchen. Immerhin hat der CONBOOK Verlag einige dieser Führer im Verlagsangebot. Insofern war ich tatsächlich gespannt, wie der Autor Michael Pohl wohl seinen  Reiseführer der besonderen Art strukturiert hatte.

Was soll ich sagen? Ich hab das Buch von der ersten bis zur letzten Seite genossen. Der Autor beschreibt einen frischgebackenen Single, nämlich, Peter, der sich zum ersten Mal auf die Insel wagt. Reiseführer hat er offenbar vorher nicht studiert oder keine, die ihn auf eine völlig andere Kultur auf der Insel vorbeireitet hätten. Und so latscht er vom einen ins nächste Fettnäpfchen. Michael Pohl erzählt diese Situationen in einer entspannten, ja humorvollen Art und Weise – wobei man sich natürlich denkt. Ja klar, der Protagonist lässt halt gar nichts aus. Aber das kann er auch nicht, ist das Buch doch extra so konzipiert, dass er den Leser anhand von Beispielen rund um Peter durch die Fettnäpfchen in Großbritannien führt: Und da gibt es einige wie wir wissen. Er beschreibt, wie man Small Talk am besten nicht hält, was man zu erwarten hat, wenn man ein Auto mietet oder Wissenswertes, wenn man ein B&B buchen möchte.

 

Reiseführer Großbritannien

 

Das Schöne am Reiseführer: Nach den Fettnäpfchen löst Michael Pohl auf, was genau Peter falsch gemacht hat und wie es der Leser beim Besuch besser machen kann. Und schreibt das genauso kurzweilig wie die anderen Teile des Reiseführers. Besonders schön gemacht finde ich dazu, dass Pohl Fakten rund um Großbritannien aufgreift, um, wie im klassischen Reiseführer dem Leser tiefere Einblicke  zu geben. Zum Beispiel erklärt er, woher die roten Doppeldecker in London kommen, was der Ursprung des Sandwiches in Großbritannien ist oder wie die britische Parteienlandschaft aussieht.

Last but not least: Im Anhang des Buchs gibt es wichtige Do’s and Don’ts für den Schnellüberblick. Und wer besonders vergesslich ist, erhält dazu ein Lesezeichen mit den allerwichtigsten Do’s and Don’ts. Tipp: Eine Leseprobe zum Buch findet ihr auf den Verlagsseiten über diesen Link .

 

Fazit

Ein Buch, das ich sehr gerne gelesen habe. Wer zum ersten Mal ins Vereinigte Königreich fährt oder sich über die eine oder andere Eigenheit im Land unsicher ist, dem kann ich dieses Buch zur Vorbereitung sehr ans Herz legen. Und auch diejenigen von euch, die schon Großbritannien-Profis sind: Auch für uns ist es sehr kurzweilig und man lernt hier und da noch etwas Neues dazu.

 

Infos zum Buch

Reiseführer Großbritannien – Wie man England mit Links übersteht”
Autor: Michael Pohl
ISBN 978-3-95889-185-2
CONBOOK Verlag
Erscheinungsdatum: 2019 (5. Auflage)
Genre: Sachbuch
Format: Flexcover, 256 Seiten
Preis: 12,95 Euro

Ein Rezensionsexemplar wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt.
Ich sage Herzlichen Dank!


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