Großbritannien

Großbritannien befindet sich im Nordwesten Europas auf einer Inselgruppe und besteht aus den vier Ländern England, Wales, Schottland und Nordirland. Denke also daran, dass England nur ein Teil Großbritanniens ist.

Die britischen Inseln sind von etwa 12.500 Kilometer Küste umschlossen. Jede Region hat ihren eigenen Charme, beeindruckende Landschaften, Städte und unterschiedliche Freizeitangebote.

Wir erzählen dir an dieser Stelle ein wenig über die Länder und welche Städte und Regionen besonders sehenswert sind. Selbstverständlich liegt das immer im Auge des Betrachters. Tauche mit uns ein.



England


England ist der größte Teil des Vereinigten Königreichs auf den Britischen Inseln. Begrenzt wird England von Ärmelkanal, Nordsee, Keltischer See und Irischer See sowie Wales im Westen und Schottland im Norden. Anders als Wales, Schottland und Nordirland besitzt England weder ein eigenes Landesparlament noch eine eigene Landesregierung im Vereinigten Königreich.

Der Süden und die Midlands von England werden vorwiegend von sanften Hügellandschaften und tiefen Ebenen durchzogen. Im Norden und Südwesten findest du aber auch Hochland und Moore wie die Cumbrian Mountains mit Englands höchstem Berg, der Scafell Pike (978 Meter). Die Pennines sind ein Mittelgebirge, dass sich vom Peak District bis an die schottische Grenze im Norden erstrecken. Zu den längsten und bekanntesten Flüssen des Landes zählen der Severn (354 km), die Themse, der Humber, der Trent und der Great Ouse.


Peak District England
Großartige Landschaften und wundervolle Wanderungen lassen sich im Peak District erleben. Foto: Foto: Aistian / Shutterstock.com


England liegt wie Deutschland in der gemäßigten Klimazone. Das bedeutet: warme Sommer und kalte Winter. Besonders wirkt sich aber der Golfstrom auf England aus und beschert dem Land gleichmäßige Niederschläge über das Jahr verteilt. Das Aufeinanderprallen von subtropischer Luft und Polarluft sorgt für häufige Wetterwechsel – packe also immer Badesachen und Regenjacke ein. Dann ist da noch der Regen: Hier gilt es, mit einem Mythos aufzuräumen. Fallen in Rom 760 mm Niederschlag pro Jahr, sind es in London gerade einmal 590 mm. Die Regentage belaufen sich auf 153 Tage pro Jahr, in Deutschland sind es weit über 160 Tage.

Beste Reisezeit: Mai bis September. Denke aber an die aktuellen Klimaentwicklungen. In England wurden 2022 Temperaturen über 40 °C gemessen. Auch Starkregen und Überschwemmungen nehmen vor allem im Süden des Landes deutlich zu.


England – kurz und bündig


Name: England entstammt dem altenglischen Engaland („Land der Angeln“). Die Angeln waren ein germanischer Stamm, die bis ins Frühmittelalter das heutige England besiedelten.

ZweitnameAlbion, vom lateinischen albus („weiß“). Benannt nach den weißen Klippen von Dover.   

Bevölkerung: ca. 56 Millionen

Fläche: 130.000 km² (ca. 2/3 des Vereinigten Königreichs)

Flagge: Saint George’s Cross auf weißem Grund

Nationalblume: Tudorrose (Vereinigung von Haus Lancaster und Haus York nach dem Ende der Rosenkriege im 15. Jhd.)



London


London-Eye Riesenrad
Foto: Tea & Scones


In der Hauptstadt des Vereinigten Königreichs leben ca. 9 Millionen Menschen, in der Metropolregion Greater London über 14 Millionen – das sind über ein Fünftel der Gesamtbevölkerung von Großbritannien. Die Stadt an der Themse erreichst du über Heathrow (LHR), Stansted (STN), Gatwick (LGW), Luton (LTN) und den City Airport (LCY).

Birmingham


Foto: Tea & Scones


Die 1,14 Millionen Einwohner große Stadt in den West-Midlands entwickelte sich vom industriellen Herzen des Landes zur jungen Messestadt. Auch in Europa ist Birmingham führend: In keiner anderen europäischen Stadt gibt es so viele Parks (571). Nutze für die Anreise den Birmingham Airport (BHX) oder den Hauptbahnhof New Street, der größte Eisenbahnknotenpunkt Großbritanniens.

Manchester



Zwar belegt Manchester mit knapp 590.000 Einwohnern nur Rang 3, gehört aber sicherlich zu den bekanntesten Städten Englands. Die ehemalige Arbeiterstadt (Manchester Kapitalismus) gilt als Wiege der Industrialisierung und ist die Heimat des erfolgreichsten Fußballclubs des Landes, Manchester United F.C. Reise über Manchester Airport (MAN) oder den verkehrsreichsten Bahnhof Englands (ohne London), Manchester Piccadilly, an.

Liverpool

Die Beatles-Stadt an der Mersey ist das Zuhause von knapp über 500.000 Menschen. Besonders der ikonische Hafen um Pier Head, der zweitgrößte des Vereinigten Königreichs, verhalf Liverpool zu Weltruhm. Zu den Scousers, wie sich die Menschen selbst nennen, kommst du über den John Lennon Airport (LPL) oder stilecht mit einer Mersey-Fähre.

Bristol

Mit 465.000 Einwohnern gehört Bristol nicht nur zu den größten, sondern auch schönsten Großstädten Englands. Die spezielle Lage am Meer, das hügelige Hinterland und der gut erhaltenen historischen Gebäude machen Bristols Charme aus. Wer mit offenen Augen durch die Stadt läuft, wird bald auf einen echten Banksy treffen, dessen Geburtsstadt Bristol ist. Bristol erreichst du über den Bristol Airport (BRS) in Lulsgate oder über den Hauptbahnhof Temple Meads.


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LAKE DISTRICT



Die malerische Schönheit des Nationalparks in den Cumbrian Mountains inspirierte bereits die Romantiker um William Wordsworth, die in Grasmere die „Lake Poets“ gründeten.

YORKSHIRE WOLDS



Die Wolds sind ein hochgelegenes Plateau, das sich von der Nordseeküste bis in die Tiefebene bei York erstreckt. Durch die dramatischen Landschaften verläuft einer der neun National Trails, der Yorkshire Wolds Way.

BATH



Die für ihre römischen Bäder bekannte Stadt in Somerset entfaltet durch ihr goldenen und honigfarbenen Fassaden eine einmalige Stimmung. Prägend ist der berühmte Bath Stone, der noch heute in zwei Steinbrüchen abgebaut wird.

GLASTONBURY TOR

Nicht nur Musikfans ist Glastonbury ein Begriff. Der Glastonbury Tor ist ein schnecken- und tropfenförmiger Hügel, der wohl den Zugang zum sagenumwobenen Avalon freigibt, ein mythischer Feen-Ort, der eng verwoben mit der Sage um König Artus ist.

AVEBURY

Zwar steht der Steinkreis von Avebury (Wiltshire) im Schatten von Stone Henge, ist jedoch mit einem Gesamtdurchmesser von 1.200 Metern der größte der 176 bekannten Steinkreise in England und somit der größte Steinkreis weltweit.     



Wales


Wales ist Teil des Vereinigten Königreichs und besitzt ein eigenes Parlament, die Senedd. Mit seiner Fläche von 20.700 km² wird Wales im UK als geflügeltes Wort („the size of Wales“) verwendet, um Größenvergleiche zu ziehen. Offiziell gibt es zwei Amtssprachen: Englisch und Walisisch. Letztere zählt zu den keltischen Sprachen und hat u. a. den wundervollen Ortsnamen Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch hervorgebrachtmit 58 Buchstaben der wohl längste Name eines Ortes in Europa.  

Wald wird überwiegend von Bergland, den Cambrian Mountains, durchzogen. Entlang der Küstenlinie wechseln sich Steilküsten und weitläufige Sandstrände ab. Im Norden wird Wales von der Irischen See eingeschlossen, im Westen vom St George’s Channel und im Süden vom Bristol Channel. Mit England teilt sich Wales im Osten eine Grenze von ca. 260 Kilometer Länge. Der Großteil der von Wiesen, Hügeln und Mooren bestimmten Landschaft zählt als Naturschutzgebiet. Der bekannteste Nationalpark, Snowdonia, befindet sich im nordwestlichen Gwynedd und ist die Heimat des höchsten Bergs von Wales, dem Snowdon (1.085 Meter).  


Knapp unter 1.000 Meter ist der Berg Tryfan im walisischen Nationalpark Snowdonia. Klingt anspruchslos, ist es aber mitnichten. Viele Bergetappen im Nationalpark gleichen einer Hochgebirgswanderung, müssen sorgfältig vorbereitet werden und sind nur bei gutem Wetter machbar. Foto: Tea & Scones


Aufgepasst, in Wales wird’s nass. Wales liegt in der Gemäßigten Klimazone und wird von einem überwiegend maritimen Wetter geprägt. Das heißt, es wird windig und feucht. Wales zählt zu den feuchtesten Gebieten Europas und lässt dich das durch langanhaltende Regentage spüren. Die Sommer sind warm, die Winter mild, wobei der Süden sich teils deutlich vom Norden unterscheidet. Die warme Meeresströmung bringt höhere Temperaturen mit sich.

Beste Reisezeit: Suche dir am besten die Sommermonate zwischen Juni und September für einen Trip nach Wales aus. Aufgrund der nördlichen Lage sind dann die Tage am längsten und du darfst dich auf die meisten regenfreien Tage im Jahr freuen. Wandern, Klettertouren, Sonnenbaden an der Küste und andere Ausflüge in die Nationalparks gehören auf jeden Fall auf die Bucket-List. Zur Sicherheit solltest du dennoch immer deinen Regenschirm oder ein Cape im Gepäck haben.


Wales – kurz und bündig


Name: Wales stammt aus dem Angelsächsischen und kann mit „Fremde“ übersetzt werden.

Zweitname: Der walisische Eigenname lautet Cymru, welches vom keltischen Wort „Kom-brogi“ abstammt und soviel wie „Landsleute“ bedeutet. Der lateinische Zweitname Wales ist Cambria.

Bevölkerung: ca. 3,2 Millionen

Fläche: 20.700 km²

Flagge: Roter Drache auf einem weiß und grün gestreiften Grund

Nationalblume: Narzisse (Steht für Optimismus und löste erst Mitte des 19. Jhds. den Lauch als Nationalpflanze ab.)


Cardiff


Als Hauptstadt ist Cardiff mit knapp 370.000 Einwohner die bevölkerungsreichste Stadt in Wales. Gelegen an der weiten Mündung des River Severn ist Cardiff eine der flachsten Städte Großbritanniens und somit eine wahre Fahrrad-Metropole. Neben unzähligen Arkaden, die Cafés, Geschäfte und Restaurants beherbergen, ist die Stadt vor allem für die Cardiff Bay bekannt – das alte Hafengebiet, an dem sich heute u. a. das aus roten Backstein erbaute The Pierhead befindet. Cardiff erreichst du über den Cardiff Airport (CWL), über die M4 mit Auto oder per Zug über Bristol oder Birmingham.

Swansea


Die 179.000 Einwohner große Stadt vor der Halbinsel Gower trägt mit Stolz ihren Beinamen „Copperopolis“. Kupfer spielt heutzutage nur noch eine Nebenrolle. Dafür hat sich Swansea zur echten Perle von Wales gemausert. Der Schriftsteller Dylan Thomas bezeichnete Swansea einst als „ugly, lovely town“ und ist, aus heutiger Sicht, im Unrecht. Mehrfach wurde Swansea las sauberste Stadt im Vereinigten Königreich ausgezeichnet. Mit dem Auto erreichst du die Stadt über die M4. Wer mit dem Flugzeug anreist, reist über Cardiff Airport.




Newport


Als drittgrößte Stadt von Wales (130.000 Einwohner) komplettiert Newport die dicht bevölkerte walisische Südküste am Bristol Channel. Nicht verpassen solltest du das Tredegar Manor, eines der schönsten und bedeutendsten Herrenhäuser im UK. Vielleicht steht dir aber auch eher der Sinn nach einem Spaziergang entlang des Monmouthshire Canal in Rogerstone mit kleinem Picknick im Fourteen Locks Park. Reise am besten über Cardiff Airport, mit dem Zug oder über die M4 an. 

Bangor


Viele Gäste werden Bangor vor allem auf ihrem Weg auf die Isle of Anglesey über die monumentale Menai-Brücke passieren. Doch auch darüber hinaus hält die knapp 18.000 Einwohner große Stadt in Gwynedd einiges parat. Checke mal das National Museum aus. Es lohnt sich, da die Region um Bangor noch eine Hochburg für lebendiges, gesprochenes Walisisch ist. Penrhyn Castle lädt dich dann ein, um die größte Sammlung an klassischer walisischer Kunst zu bestaunen. Bangor erreichst du per Zug von Crewe  und Chester aus oder über die A5. Mit dem Flugzeug nimmst du am besten den John Lennon Airport in Liverpool.



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Snowdonia National Park



Foto Tea & Scones


Klar, kein Trip nach Wales, ohne eine aufregende Wanderung durch die rauen und dramatischen Landschaften des Snowdonia National Parks zu unternehmen. Den Gipfel des Snowdon erreichst du auch ganz entspannt per Zahnradbahn.

Conwy Castle




Pro Quadratkilometer findest du in Wales mehr Burgen als im restlichen UK. Conwy Castle ist dabei einer der imposantesten Vertreter. Die Burg aus dem 13. Jhd. sitzt stolz am Ufer des River Conwy in der gleichnamigen Stadt in Nordwales.

St Davids in Pembrokeshire


Foto: Mike Erskine auf Unsplash


Offiziell ist St Davids die kleinste Stadt in Wales (2.000 Einwohner) mit eigener Kathedrale. Zudem ist es die einzige Stadt, die vollständig in einem Nationalpark liegt, dem Pembrokeshire Coast National Park. Perfekt für Delfin- und Robben-Beobachtungen!


Portmeirion


Foto: Tea & Scones


Die etwas andere Wales-Erfahrung sammelst du in Portmeirion – ein nach italienischem Vorbild gestaltetes Küstenstädtchen. Irgendwie unwirklich, aber definitiv perfekt für wunderschöne Fotos.

Tenby



Das malerische Fischerdorf an der Südküste wickelt seine Gäste mit farbenfrohen Häusern und maritimen Charme ganz schnell um den Finger. Die Sunday Times kürte den winzigen Castle Beach zum Schönsten in ganz UK. Genieße den Blick gen Sonnenuntergang vom Castle Hill.       




Schottland


Schottland ist Teil des Vereinigten Königreichs, tritt aber als autonomer Landesteil mit eigenem Parlament auf. Seine Fläche beschreibt in etwa ein Drittel der Gesamtfläche Großbritanniens. Es grenzt im Süden an England, mit dem es sich eine nur 96 Kilometer lange Grenze teilt. Die Irische See im Süden, der Atlantik im Westen und Nordwesten sowie die Nordsee an der Osten säumen die Küste Schottlands.

Schottland wird in drei Regionen unterteilt: die Highlands im Norden, die Central Lowlands und die Southern Uplands im Süden. Die bergigen Highlands werden von zahlreichen Munros geprägt, das sind alleinstehende, über 900 Meter reichende Berge, zu denen auch der höchste Berg der Britischen Inseln gehört, Ben Nevis (1.345 Meter). Glasgow, Edinburgh, Dundee und Perth – alle liegen sie in den Central Lowlands, die damit die dicht besiedelste Region des Landes ist („Central Belt“). Rollende, satt grüne Hügel, liebliche Wäldchen und sprudelnde Flüsse wie River Tweed und River Clyde prägen die Southern Uplands. Ganz Schottland wird von über 31.00 Lochs durchzogen, wobei so gut wie jede Wasserfläche als Loch bezeichnet wird. Das größte von ihnen ist das sagenumwobene Loch Ness.


Typische Highland-Cow in Schottland. Foto: iaminut / Shutterstock.com


Die stark zerklüftete Westküste ist in der Regel wärmer als die Ostküste an der Nordsee. Der Golfstrom des Atlantiks bringt wärmeres Wasser mit sich. Das Klima in Schottland ist gemäßigt, aber überaus unbeständig. In den hohen Lagen der Grampian Mountains wurden bis zu -27 °C erreicht. Stell dich ganzjährig auf viel Regen ein, vor allem an der Westküste auf den Hebriden – bis zu 3000 Millimeter pro Jahr sind dort zu erwarten.

Beste Reisezeit: Der Mai ist DER Monat, um Schottland zu entdecken. Warum? Es ist mild, große Touristenströme sind nicht zu erwarten und Stechmücken halten sich in Grenzen. Generell gilt April bis September als optimale Reisezeit. Aufgrund steigender Temperaturen und wasserreichen Regionen solltest du aber auf Ausflügen nie den Mückenschutz vergessen.



Schottland – kurz und bündig


Name: Schottland (engl. Scotland) stammt vom lateinischen Wort Scoti ab, das „Land der Gälen“. Die Gälen (verwandt mit den Galliern) bezeichnen eine Bevölkerungsgruppe, die eine gälische Sprache sprechen, z. B. Irisch oder Schottisch-Gälisch. Noch heute leben ca. eine halbe Million Gälen in Irland, Nordirland und Schottland.
Zweitname: Caledonia, aus dem Lateinischen.
Bevölkerung: ca. 5,5 Millionen
Fläche: 77.900 km² (eingeschlossen ca. 790 Inseln)
Flagge: Saint Andrews’s Cross auf hellblauem Grund
Nationalblume: Distel. Ihre Stacheln stehen für die Wehrhaftigkeit des Landes
Nationaltier: Einhorn. Ja, tatsächlich ein Einhorn. Es steht in der keltischen Mythologie für Reinheit, Unschuld und Kraft.


Edinburgh


Michaela Wenzler auf Pixabay


Edinburgh ist die Hauptstadt Schottlands, hat knapp 530.000 Einwohner und muss sich damit in der Größe Glasgow klar geschlagen geben. Wenn du auf der Suche nach den besten Whiskys, Gins und Bieren des Landes bist, bist du in den Pubs von Edinburgh gut aufgehoben. Die Stadt am Firth of Forth, deren Burg auf einem erloschenen Vulkan (Castle Rock) thront, erreichst du am besten über Edinburgh Airport (EDI), mit dem Zug von London aus bis Edinburgh Waverly Station oder per Mietauto über die A1, die in London beginnt und in Edinburgh endet. 

Glasgow


Glasgow
Foto: Charlie Irvine / Pixabay



Lässig die Hauptstadt ausgestochen – mit über 635.000 Einwohnern ist Glasgow die größte Stadt Schottlands. Glasgow gilt als „Arbeiterstadt“ und ist berühmt für eine lebendige Live-Musik-Szene. Verschiedene Tourist Guides wählten Glasgow bereits mehrfach als freundlichste Stadt der Welt – kein Wunder, wurde doch hier der Erfinder des wasserdichten Regenmantels, Charles Macintosh, geboren. Die Stadt am Clyde erreichst du am einfachsten über Glasgow International (GLA) oder Glasgow Prestwick (PIK), wenn du mit Ryanair fliegst. 

Aberdeen


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Gelegen an der Nordostküste Schottlands gilt Aberdeen als Hotspot, um Delfine zu beobachten. In „The Granite City“ leben knapp 230.000 Menschen. Ihren Beinamen verdankt Aberdeen dem lokal abgebauten Gestein, aus dem ein Großteil der lokalen Sehenswürdigkeiten besteht. Safety first! Aberdeen wird Jahr für Jahr als sicherste Stadt des Vereinigten Königreichs ausgezeichnet. Du erreichst Aberdeen über den Aberdeen Airport (ABZ) oder mit dem Zug über Edinburgh – stilecht im Caledonian Sleeper (Nachtzug) von London aus.   

Perth


Bis 1452 war Perth die Hauptstadt Schottlands – verrückt, wenn man bedenkt, dass heute nicht einmal 50.000 Menschen dort leben. Für Jahrhunderte wurden schottische Könige im Scone Palace gekrönt. Perth ist ein echter Geheimtipp, der dich mit schottischer Geschichte und traumhaften Spaziergängen am längsten Fluss des Landes, River Tay, verhält. Reise nach Perth am besten mit dem Zug über Edinburgh an.

Dundee


Willkommen in der sonnigsten Stadt von Schottland! Mit seinen knapp 150.000 Einwohner ist Dundee die viertgrößte Stadt des Landes und wohl eine der süßesten. Dundee ist berühmt für seine drei Js – Jute, Jam, Journalism. Die Stadt ist der Geburtsort der weltbekannten Orangenmarmelade. Janet Keiller kochte unbeliebte, bittere spanische Orangen mit Zucker ein – fertig war die beliebte Frühstücksmarmelade. Dundee erreichst du über den Dundee Airport (DND) mit Zwischenstopp in Stansted. Einfacher ist die Anreise mit dem Zug über Edinburgh.


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Laphroaig Distillery


Foto: August Phlieger auf Unsplash


Kein Besuch ohne Whisky und Brennerei-Rundgang! Zu den bekanntesten Brennereien zählt Laphroaig auf der Isle of Islay, die es seit über 200 Jahren gibt. Der Scotch ist – bekannterweise – der Lieblingswhisky von King Charles III.

St Andrew’s Links


Foto: Stephen Beaumont / SHutterstock.com


Das Home of Golf ist nicht nur für Menschen mit Platzreife ein lohnenswertes Ausflugsziel. Zwei Clubhäuser und der Castle Course sind auch für Nichtmitglieder zugänglich. Offiziell nach Regeln wird Golf ab Mitte des 18. Jhds. gespielt. St Andrew’s Links wurde aber bereits 1552 erwähnt.

Fortingall Yew


Foto: Jane McIlroy / Shutterstock.com

Hier wird (Natur-)Geschichte geschrieben! Die Fortingall Yew ist eine bis zu 5.000 Jahre alte Eibe und somit einer der ältesten Bäume der Welt. Du findest ihn in Fortingall, Perthshire in einem alten Kirchhof. 

Glenfinnan Monument


Bryan Walker auf Unsplash


Hier, an den Ufern des Loch Shiels, begann einst der zweite Jakobitenaufstand rundum Bonnie Prince Charlie. Das Denkmal ragt hoch über dem Wasserspiegel, umgeben von der dramatischen Landschaft der Highlands. Ganz in der Nähe kann auch das 380 Meter lange Glenfinnan Viadukt bestaunt werden – Harry-Potter-Fans wissen Bescheid. 

Wasserschauspiele


Foto: jojobia auf Pixabay


An vielen Orten in den Highlands kannst du wie auf dem Foto jede Menge Wasserschauspiele erleben. Auch beim Eas a’ Chùil Àlainn: Keine Sorge, den Namen musst du nicht aussprechen können. Übersetzt heißt er aber „Wasserfall der schönen Locken“. Das Naturschauspiel erlebst du in den nordwestlichen Highlands. Von einem der umliegendes Lochs aus kannst du den 200 Meter hohen Wasserfall bestaunen. Er ist dreimal höher als die Niagara Wasserfälle.