Rezept für einen Earl Grey Kuchen

Rezept für einen Earl Grey Kuchen

Wer liebt Earl Grey so wie ich? Ich habe einen Zitronenkuchen mit Earl Grey Aroma gebacken.


In Großbritannien ist Tee so etwas wie ein Grundnahrungsmittel. Bei vielen Briten bleibt nur die Frage im Raum: English Breakfast oder Earl Grey? Daran scheiden sich zuweilen die (britischen) Geister und ist eine Frage, die rund um den Afternoon Tea ernsthaft zu behandeln ist.

 

Earl Grey – Earl what?

Beim Earl Grey handelt es sich um einen aromatisierten schwarzen Tee, der ein leichtes Bergamotten-Aroma in sich trägt- eine Art Zitruspflanze. Die Grundlage bilden häufig schwarze Tees aus China, Darjeeling oder Ceylon. In Großbritannien ist Earl Grey ein absoluter Klassiker. Benannt wurde der Tee nach dem englischen Premierminister Charles Grey, der in seiner Schaffenszeit das Preismonopol der East India Tea Company aufhob. Wer es genauer wissen möchte: Das Teehaus Bachfischer aus Regensburg hat einen schönen Beitrag mit allen wissens- und liebenswerten Fakten dazu geschrieben.

 

Earl Grey Loaf

 

Earl Grey im Kuchen – aber nur in Kombination mit Zitrone, bitte!

Ich habe gedacht: Ist doch viel zu schade, wenn der Tee im Schrank bleibt und nur der Mann ihn trinkt. Und da ich immer auf der Suche nach neuen Ideen bin, habe ich also einen Zitronenkuchen mit Earl Grey-Aroma gebacken – und das in einer Kastenform, die im englischen eher Loaf genannt wird.

Im Earl Grey steckt das Aroma der Zitrusfrucht Bergamotte, die aus Asien stammt und eine Kombination zwischen einer Bitterorange und einer Zitronenart ist. Heute wird die Bergamotte vor allem im südlichen Italien angebaut. Insofern passt das Aroma quasi perfekt in diesen Kastenkuchen, der ohne Probleme einige Tage bei Zimmertemperatur hält, am besten unter einer Glasglocke.

 

Wie viel Tee darf es denn sein?

Diejenigen, die mir schon länger folgen, wissen vielleicht, dass ich meine Leser immer dazu ermutige, beim Backen zu experimentieren. Und so ist das auch bei diesem Earl Grey Cake so. Ich habe als Richtmaß 5 Teebeutel angegeben, die in diesen Kuchen kommen. Natürlich könntet ihr auch losen Tee verwenden. Tatsächlich bleibt es euch ein wenig offen, wie stark der Geschmack im Kuchen werden soll. Wer gerne ein starkes Aroma wünscht, lässt den Tee länger ziehen und verwendet eher zwei pulverisierte Teebeutelinhalte. Für einen Hauch von Earl Grey verwendet ihr nur einen pulverisierten Beutelinhalt und lasst den Tee in der Milch nicht gar so lange ziehen.

PS: Mein Rezept habe ich passende zum Thema heute mal in Becherform gemacht, im Englischen Mug genannt. Ihr verwendet einfach eine übliche Bechergröße und nutzt diese für alle Zutaten wie im Rezept.

Zutaten für 5 Personen

  • 150 g Butter bei Zimmertemperatur
  • 1 Mug Rohrzucker
  • 2/3 Mug Kuh- oder Mandelmilch
  • 1 TL Vanillezucker
  • 1,5 Mug Mehl
  • 1/2 Mug Haferflocken
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Messerspitze Salz
  • 3 Bio-Eier
  • Geriebene Schale einer halben Zitrone
  • 5 Earl Grey-Teebeutel
  • Für die Glasur: ½ Mug Puderzucker, 1 TL Zitronensaft und eine Messerspitze Vanillezucker oder -Extrakt

 

Zubereitung

  • Ofen auf 175 Grad Celsius Umluft vorbereiten.
  • Kastenform mit Butter einfetten und mit Mehl ausstäuben.
  • Mug Milch in der Mikrowelle oder auf dem Herd bis kurz vor dem Kochen erhitzen. Drei Teebeutel hineingeben und ziehen lassen.
  • In einer Schüssel zimmerwarme Butter und Zucker schlagen, bis eine leichte Creme entsteht.
  • Vanille, nacheinander Eier und Zitronenschale hinzugeben und gut miteinander verrühren.
  • In eine zweiten Schüssel Mehl sieben. Haferflocken, Salz und Backpulver hinzugeben und kurz verrühren.
    Trockene Zutaten zur Butter/Ei/Zuckermasse geben und gut vermischen.
  • Teebeutel aus der Milch entfernen und diese langsam zum Teig hinzugeben und verrühren, bis eine zähe Masse entsteht. Der Teig sollte nicht zu flüssig werden.
  • Mit einem Mörser den Inhalt von 1-2 Teebeuteln Earl Grey pulvrig zerkleinern. Zur Masse hinzugeben und miteinander verrühren.
    Teig in die Kastenform geben, glattstreichen und für 10 Minuten backen. Danach den Ofen auf 150 Grad herunterschalten und für weitere 30 – 40 Minuten backen. Je nach Ofen braucht der Kuchen etwas kürzer oder länger. Mache am besten nach 30 Minuten die Stäbchenprobe. Wenn kein Teig hängenbleibt, ist der Kuchen fertig.
  • Kuchen herausnehmen, abkühlen lassen und vorsichtig auf ein Gitter stürzen. Dann umdrehen, sodass die richtige Seite oben ist.
  • Puderzucker, Vanille und Zitronensaft miteinander vermischen, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind und mit einem Löffel in Streifen über den Kuchen träufeln.

 

Was haltet ihr von diesem ausgefallenen Kuchen?
Bei meinen Kindern ist er tatsächlich ebenso gut angekommen wie mein Bananenbrot.

In diesem Sinne: See you soon! Simone
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Simone Orlik

 

 


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