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Scones backen: Dieses geniale Rezept zum Afternoon Tea gelingt jedem!

Scones backen: Dieses geniale Rezept zum Afternoon Tea gelingt jedem!

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Hast du dich schon einmal gefragt, wieso mein Blog „Tea and Scones“ heißt? Natürlich: Weil es in Großbritannien kaum etwas gibt, das typisch britischer ist und in Cornwall und vor allem Devon, dem Ursprungsland des sogenannten Afternoon Tea, großartiger zelebriert wird. Gegen 16 Uhr wird der Cream Tea, so wird er vor allem in Südengland genannt, serviert. Dazu gehören neben einer guten Tasse Tee mit einem Schuss Milch die besagten Scones – und das sind echte Kalorienbomben, die genau deswegen so gut schmecken.

Scones – der britische Klassiker

Ohne Tea und Scones können die Briten nicht leben. Scones sind im Grunde kleine, weiche Brötchen, die meistens mit Rosinen gebacken werden (was ich nicht getan habe, da meine Kinder keine Rosinen mögen). Das Gebäck ist nicht nur ein Nahrungsmittel, sondern Lebenselixier schlechthin. So etwas wie der Alleskönner für den Alltag. Sie helfen bei schlechter Laune, bei guter Laune natürlich auch. Sie helfen, wenn du das Leben mal wieder in Frage stellst oder du gerade Streit mit deiner Frau hast. Sie helfen, wenn du dich über das Verkehrschaos rund um London aufregen musst oder es mal wieder Bindfäden regnet. Oder sie sind einfach dazu da, weil es eben dazugehört.

 

Scones mit Clotted Cream und Marmelade

 

Clotted Cream oder Marmelade – was kommt zuerst auf die Scones?

Scones schmecken erst mal neutral – wenn man sie denn ohne alles essen würde. Was wir natürlich nicht tun. Denn der England-Liebhaber weiß: Scones werden immer mit der typisch englischen Clotted Cream – einem dicken Rahm aus roher Kuhmilch – und Marmelade gegessen. Und da sind wir auch schon beim erbitterten Streit, den die Einwohner Devons und Cornwalls seit Jahrhunderten unter sich austragen. Wie sehen die perfekten Scones aus: Kommt zuerst die Sahne oder die Marmelade auf das Brötchen? Das erinnert mich immer ein wenig an die Frage, was zuerst da war: Das Ei oder das Huhn.

 

Tee und Scones
Eine gute Tasse Earl Grey mit einem Schuss Milch darf natürlich nicht fehlen!

 

Aber hat man einmal meine englische Familie beim Cream Tea erlebt und dazu ihre Blicke, die sie sich beim Bestreichen der Scones zuwerfen, weiß, dass es hier um eine wirklich wichtige Frage geht, die sich mitnichten einfach so aus der Welt schaffen lassen könnte. Während Devon die Scones klassisch zuerst mit Clotted Cream und dann Marmelade bestreicht, ist es in Cornwall genau anders herum. Und ich so als Deutsche: Ich sitze so dazwischen und schmunzele vor mich hin… während ich eine Hälfte nach Devon-Art und die andere Hälfte nach Cornwall-Art esse – und versuche dem geschmacklichen Unterschied auf die Spur zu kommen. Was mir bisher nicht gelungen ist. Fotografiert habe ich übrigens die Scones nach Devon-Art, einfach weil ich finde: So sehen sie schöner aus.

 


Und jetzt eine gute Tasse Tee: Alles über Tee im ultimativen Tee-Guide

Fakt ist: Eine gute Tasse Tee darf nicht fehlen, wenn man seine Scones genießt. Die Briten trinken ihren Tee zum Afternoon Tea klassischerweise schwarz und am liebsten mit Milch. Zugegeben: Das ist eine unter vielen Möglichkeiten, seinen Tee zu genießen. So viele Teetrinker wie es mittlerweile auf der Welt gibt, so viele Ideen gibt es rund um den Genuss des heißen Lieblingsgetränks.

Wer Lust hat, noch mehr zum Thema Tee zu erfahren, sollte sich das kostenlose E-Book Der ultimative Guide für alle Teeliebhaber downloaden. In dem mit viel Liebe zum Detail gestalteten E-Book erfahrt ihr alles Wissenswerte zu verschiedenen Teesorten, über die Geschichte und Kultur des Tees, regionale Besonderheiten, Rezepte und Tipps rund um die Zubereitung und die Heilwirkung von Tee. Denn die Philosophie dahinter hat in den vergangenen Jahren besonders zugenommen. Das Versandhaus Klingel hat in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Teeverband und Tee Sommelière Sandra Burghardt dieses schöne Booklet produziert, das ich euch ans Herz legen kann. Ich habe es bereits durchgelesen und es enthielt doch die eine oder andere Überraschung für mich. Und natürlich ist unserem Lieblingsland ein eigener Bereich gewidmet.

 


Genug geredet? Man muss nicht nach England fahren, um einen Afternoon Tea genießen zu können. Denn ich habe für euch eines der vielen Rezepte für Scones und Clotted Cream mitgebracht. Die Scones sind sehr schnell gebacken, für die Clotted Cream braucht man etwas Zeit. Meine Empfehlung: Am besten einen Tag vorher zubereiten. Der Tipp zur Clotted Cream stammt übrigens aus echter cornischer Quelle. Los geht’s!

 

Scones englisch rezept

 


Scones mit Clotted Cream und Marmelade: Das Rezept

Zutaten für die Scones

  • 350 g Mehl
  • 5 TL Backpulver
  • Prise Salz
  • 125 g Butter
  • 3 Esslöffel Zucker
  • 150 g Jogurt (ich nehme immer griechischen Jogurt)
  • ggf. 100 g Rosinen
  • 1 Ei und etwas Milch zum Bestreichen der Scones

Zubereitung

  • Mehl, Backpulver, Salz und Zucker miteinander in einer Schüssel mischen
  • Den Jogurt und die kalte Butter hinzugeben und mit einem Knethaken untereinander mischen
  • Mit der Hand nochmal sehr kurz durchkneten (der Teig sollte nicht zu warm werden)
  • Auf einer bemehlten Arbeitsplatte den Teig dick ausrollen (rund 2 Zentimeter) und mit einem großen Kreis-Ausstecher (Durchmesser: rund 7 Zentimeter)  oder einer kleinen Kaffeetasse ausstechen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen
  • Mit der verquirlten Ei- und Milchmasse bestreichen
  • Bei 160 Grad Umluft im Ofen rund 15 Minuten backen. Achtung: Wenn die Scones von oben zu braun werden, ein Backpapier darüberlegen.
  • ergibt rund 12 Stück

Zutaten für die Clotted Cream

  • 400 ml Schlagsahne

Zubereitung

  • 400 ml kalte Schlagsahne in einen Topf gießen und in ein Wasserbad stellen. Dazu eignet sich ein größerer Topf mit Wasser, so dass der kleinere im größeren Topf steht.
  • Das Wasserbad als Ganzes auf mittlerer Schiene in den Ofen stellen und bei 70 Grad Ober- und Unterhitze zwischen 7 und 8 Stunden erwärmen. Im Laufe der Zeit bildet sich eine dünne Haut auf der Oberfläche.
  • Nach spätestens 8 Stunden alles aus den Ofen herausnehmen und den kleineren Sahnetopf über Nacht in den Kühlschrank stellen und ihn ruhen lassen. Am Morgen sollte der Rahm streichfest sein, so dass er sich für die Scones verwenden lässt.

Serviertipp

  • Die Scones auf einer Tortenplatte oder Etagère servieren. Dazu Clotted Cream und Erdbeermarmelade reichen – am besten natürlich selbstgemachte. Passend dazu ist typisch britischer Tee, zum Beispiel Earl Grey. Dazu etwas Milch reichen.
  • Ein Gedeck besteht aus einem Kuchenteller, Serviette und einem Messer.
  • Zum Essen halbiert man die Scones und bestreicht sich wahlweise mit Clotted Cream und Marmelade.

 


 

Plakat Scones

 

Jetzt bin ich aber gespannt. Hast du schon einmal Scones gegessen und wenn ja, wie? Oder kennst du einen tollen Tea Room in Deutschland, wo sich gute Scones essen lassen? Dann her damit!

In diesem Sinne: Passt aufeinander auf und bleibt gesund!

Eure Simone

 

Afternoon Tea - Scones selbermachen
Ich konnte natürlich beim Fotoshooting nicht widerstehen und habe das Objekt der Begierde direkt aufgefuttert!

 


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