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England Reisetipps: Das sind die 3 schönsten Regionen

England Reisetipps: Das sind die 3 schönsten Regionen

„Wo geht’s denn hin?“. Klar, nach England. Aber wohin denn ganz genau? Falls ihr noch nicht wisst, wo eure nächste Reise beginnen soll, haben wir für euch unsere Top 3 der schönsten Regionen in England zusammengestellt. 


Egal wohin es euch verschlägt, ob ihr eine Rundreise durch die schönsten Regionen Englands startet oder euch eine Region genauer anseht – überall erwarten euch magische Momente und traumhafte Landschaften. Haltet besonders nach den “Areas of Outstanding Natural Beauty” Ausschau, zu denen die Cotswolds oder der Lake District gehören. In England befinden sich derzeit 36 dieser AONB. Allein Cornwall hat mit 12 AONBs richtig viel zu bieten. Eine komplette Liste findet ihr hier. 

Unsere Auswahl der Top 3 ist rein subjektiv. Wie wir finden, lohnen sie sich sowohl für England-Kenner als für Reisende, die zum ersten Mal nach Großbritannien kommen. Wales, Nordirland und Schottland tauchen nicht auf – aus unserer Sicht deswegen, weil sie eher etwas für die erfahrenen UK-Reisenden sind, da sie tiefer in die typisch britischen Kulturen eintauchen.

 

West Midlands
Anwesen in den West Midlands. Bildquelle: Tea and Scones

 

Wie viele Regionen hat England überhaupt?

Offiziell setzt sich England aus neun Regionen zusammen. Seit 2011 erfüllen sie jedoch keine politische Funktion mehr, sondern existieren nur für statistische und verwaltungstechnische Zwecke. Mitunter trennen sie sich recht stark geografisch voneinander ab, wodurch eine Unterteilung durchaus noch Sinn ergibt. Zu England gehören folgende Regionen:

Jede Region ist nochmal in Metropolitan Counties oder Shire Counties eingeteilt, welche sich wiederum aus Distrikten und Parishes zusammensetzen. Die übergeordneten Regionen können euch bei den Reiseplanungen helfen. Gerade, wenn ihr ein bestimmtes Gebiet entdecken wollt, euch aber nicht entscheiden könnt, wohin es gehen soll, stecken die Regionen zumindest einen ungefähren Rahmen ab. Ihr müsst euch nicht explizit festlegen, reist aber auch nicht ziel- und kopflos durch die Landschaft.

Welche Regionen sich – zumindest nach unserem Geschmack – am meisten lohnen, erfahrt Ihr jetzt.

 

South West England

 

Cornwall

Es ist wahr – South West England gehört zu den beliebtesten und schönsten Regionen in ganz England. Die Grafschaften Cornwall und Devon ziehen jedes Jahr abertausende Besucher an. Schuld daran sind die bezaubernden rauen Küsten, die schroffen Klippen, lieblichen Täler und verträumten Fischerdörfer. Das milde Seeklima meint es gut mit der Region: Besonders bei sonnigem Wetter erinnern die Küste an mediterrane Gefilde: Palmen, azurblaues Meerwasser sowie weiße, mit Sonnenwärme aufgeladene Felsen.

 

Cornwall - schöne Orte in UK
Klippen in Cornwall – Bildquelle: Tea and Scones

 

 

Bodmin Moor und Dartmoor

Südwest-England ist die größte Region Englands und teilt den Ärmelkanal vom Kanal von Bristol. Euch erwarten stolze 1.130 Kilometer Küstenlinie. Zwischen den Steinstränden und Felsformationen tummeln sich immer wieder romantische Badebuchten mit Sandstränden. Je weiter Ihr in den Osten reist, desto mehr dominieren weite Ebenen und Agrarlandschaften die Szenerie. Hochmoore wie Bodmin Moor und das Dartmoor geben der Landschaft einen fast schon mystischen und unwirklichen Touch – karg, versumpft und von Heide durchzogen.

 

Somerset und Dorset

Wer sich auf die sagenhaften Spuren von König Arthur begeben will, der sollte sich in den Osten von Südwest-England begeben – nach Somerset und Dorset. Sattgrüne Hügel – die oft zitierten rolling hills – wechseln sich mit Getreidefeldern und typisch-englischen Dörfern ab. Landstriche wie die Somerset Levels, Blackmore Vale und die Dorset Downs gehören zu den romantischsten Landschaften der gesamten Inseln. Im wahrsten Sinne des Wortes „herausragend“ ist das Glastonbury Tor in den Somerset Levels. Der Legende nach befand sich hier einst die Isle of Avalon, auf der König Arthurs Schwert „Excalibur“ geschmiedet wurde.

 

Glastonbury Turm
Quelle: Pixabay

 

Das dürft ihr auf keinen Fall verpassen:

  • Tintagel, St. Michael’s Mount und St. Ives – der perfekte Tagesausflug für einen Cornwall-Crash-Kurs.
  • Glastonbury – ein Muss für alle, die Sagen und Legenden lieben. Guter Zwischenstopp auf dem Weg zur römischen Bäderstadt Bath.
  • Cotswolds – eine der 13 ANOBs in South West England. Die „wolds“ bezeichnen die Sinfonie aus gold schimmernden Kalkstein, den grünen Hügeln und den historischen Steinhaus-Dörfern.

 

Typisches Cottage in Broadway in den Cotswolds. Bildquelle: Tea and Scones

 

North West England

Allein ein Urlaub in North West England wird nicht ausreichen, um nur ansatzweise die Hälfte der sehenswerten Orte und Landschaften zu besuchen. Von den westlichen Pennines bis an die Solway Coast, von Carlisle bis Liverpool und Manchester – im Nordwesten von England toben die Gegensätze und liefern sich ein erbittertes Duell, wo es denn nun am schönsten ist. Hier ist das Land der Romantiker des 19. Jahrhunderts. Hier ließen sich J.R.R. Tolkien und Arthur Conan Doyle zu ihrer Weltliteratur inspirieren.

 

Wandern im Lake District
Lake District. Bildquelle: Tea and Scones

 

Peak District

Die Region North West England ist ein landschaftliches Meisterwerk: Fast hügellose Ebenen wie die Cheshire Plains gehen in Hochland-Gebiete wie den Peak District über. Letzterer ist ein Refugium für die von Hektik geplagten Großstädter aus Liverpool, Manchester und Sheffield.

 

Lake District

Sein nördliches Pendant bildet der Lake District – Heimat der sogenannten Lake Poets. Hier genießt ihr kristallklare und spiegelglatte Seen wie den Lake Windermere, der zugleich der größte natürliche See des Landes ist. Nicht weit davon entfernt schraubt sich die Scafell Pike auf 978 Meter in die Luft – der höchste Punkt Englands.

 

Peak District
Wunderschöne Landschaft im Peak District. Bildquelle: VisitBitain/Andrew Pickett

 

Er ist kein Wald und trägt doch den Namen „Forest“: Der Forest of Bowland. Er ist ein echtes Juwel der ohnehin reichen Landschaften von North West England. Seine Kalkstein-Täler, vergnüglichen Flüsse und Flickenteppiche aus Heide und Moor brauchen sich einen Vergleich mit der Toskana oder der Provence nicht scheuen. Nehmt euch unbedingt ein gutes Buch mit. Richtet euch gemütlich in einer Cottage ein und macht euch zu ausgedehnten Wanderungen durch den Forest of Bowland auf!

Das dürft ihr auf keinen Fall verpassen:

  • Arnside and Silverdale – eine reizvolle AONB aus Mischwäldern und Salzmarschen.
  • Lancaster und Umgebung – vergesst nicht die feine Garderobe und besucht unbedingt das legendäre The Duke Theatre.
  • Seascale – zieht die dampfende Wanderschuhe aus und genießt die steife Brise im sehr ruhigen und idyllischen Küstenort am Rande des Lake Districts.

 

Forest of Bowland AONB Sustainable Tourism Officer
Wunderschöne Idylle rund um den Forest of Bowland

 

Yorkshire and the Humber

Gläubig müsst ihr nicht sein, um zu begreifen, warum die Region Yorkshire and the Humber den Beinamen „God’s own country“ verdient. Die träge vor sich hin rollenden grünen Hügelketten, die von Westen sich nähernden Pennines und die unzähligen quirligen Flüsse verwandeln die Region in einen Garten Eden.

Bemerkenswert sind die Landschaften westlich der Stadt York, die heimliche Hauptstadt Nordenglands. Aus dem weitläufigen und von Ackerland bestimmten Vale of York formt sich der Yorkshire Dale National Park heraus – ein Hochland in den Pennines, das für seine Schönheit nur „The Dales“ genannt wird.

 

North Yorkshire
Nördliches Yorkshire: Bildquelle: Pixabay

 

Die Humber bezeichnet eine fjordartige Flussmündung, in der sich der River Ouse und der River Trent ergießen. Eine der größten Städte an der Humber ist Kingston upon Hull, kurz: Hull. Die Küstenstadt ist für den internationalen Fährverkehr wichtig und stellt für euch eine gute Alternative dar, um Yorkshire direkt zu erreichen.

Als Abfahrtshäfen stehen Zeebrugge in Belgien und Hoek van Holland zur Verfügung. Über die Humber waren die einstigen Minen-Regionen von York über Leeds bis nach Sheffield an die Nordsee angebunden. Noch heute findet ihr Spuren dieser Epoche.

Das dürft ihr auf keinen Fall verpassen:

  • Nidderdale – eine AONB, in der Pateley Bridge die einzige größere Stadt ist. Hier findet ihr abgeschiedene Dörfchen und die für Yorkshire typischen rolling fields mit den hüfthohen Trockensteinmauern.
  • Howardian Hills – eine markante, waldreiche Erhebung nördlich des Vale of York, die u.a. für ihre atemberaubende Aussicht als AONB ausgezeichnet wurde.
  • York – bekannt für den York Minster, die größte Kirche in Nordeuropa, und The Shambles, eine noch erhaltene und lebendige mittelalterliche Einkaufstraße aus dem 14. Jahrhundert.

 

Nidderdale
Bildquelle: Nidderdale Chamber of Trade

 

Fazit

England ist von sehr unterschiedlichen Regionen geprägt und so schaut euch in Ruhe um, um zu entscheiden, wohin der nächste Trip gehen soll. Und wer auf der Suche nach einer passenden Übernachtung ist, findet alle wichtigen Informationen in unserem Ratgeber-Teil “Übernachten in Großbritannien – aber wo?


Dieser Beitrag wurde übrigens von meinem Mitstreiter Christian Wagner verfasst. Danke dafür, Christian!

Ihr habt weitere Themen auf dem Herzen, die wir für euch recherchieren sollten? Dann Vorschläge immer ab in die Kommentare oder uns schreiben: info@tea-and-scones.de

 

Coverbild: Forest of Bowland


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